withstanding

kurzfilm | absurdes drama über weibliche* erschöpfung
Buch und Regie: Kim Deborah Hufnagl

Drei Frauen verschiedenen Lebensabschnitts werden eines Morgens von der Überlastung ihres Alltags in Isolation eingeholt und erstarren. Ein Transportservice des Gesundheitswesen zieht die dysfunktionalen Frauen ein und liefert sie an ein Rehazentrum, in dem sie mittels einfacher Achtsamkeitsübungen wieder eingerenkt werden sollen: Häkeln, Vokelkontakt und Yoga sind die Beschäftigungstherapien, denen die drei Frauen eine Woche nachgehen sollen. Doch die Aktivitäten ziehen nicht den intendierten Effekt nach sich:

Gefangen in einem monotonem, scheinbar sinnentleerten Tun, flüchten sich Laura, Helen und Irmgard in selbst- und Fremdverletzendes Verhalten. Was sozialem Kontakt und emotionaler Unterstützung in der surrealen Rehaeinrichtung am nächsten kommt, sind die Beziehungen, die die Frauen zu den Gegenständen in ihrer Umgebung suchen.

In der Nacht vor ihrer Entlassung tauschen die drei Frauen Kleidung und schlüpfen in die Identitäten der jeweils anderen. Wieder an der Stelle des Zusammenbruchs entlassen, geht jede in das Leben einer anderen hinein. Das Umfeld der Frauen bemerkt davon nichts.

„withstanding“ vereint ein Team von Frauen*, die die Themen des Films aus eigener Erfahrung kennen. „withstanding“ zu produzieren ist nicht nur ein künstlerischer Prozess, viel mehr ist es ein gemeinsamer Akt des Widerstands gegen Systeme, die uns überfordern. Es ist eine leise, präzise Art von Belastungen zu erzählen, die viele von uns alleine tragen. Mit diesem Film sollen diese Lasten hör-, spür- und sichtbar gemacht werden.

Sophie Wuschitz, Producerin